Was ist Integrative Supervision?

 

 

Integrative Supervision ist einem komplexen Ansatz aus humanistisch-psychologischen und phänomenologischen Theorien verpflichtet, der auf Hilarion Petzold zurückgeht. Sie integriert Gestalttherapie, Psychodrama sowie moderne Kommunikations- und Organisationstheorien.

Integrative Supervision versucht berufliche Themen szenisch zu rekonstruieren, damit sie noch einmal erlebt und gedeutet werden können.

Durch den intersubjektiven Dialog zwischen Supervisandin und Supervisorin (und Gruppe) wird Mehrperspektivität gewonnen. Kreative Medien können helfen, auch nicht gegenständliche Phänomene und noch nicht bewusstes mitzuerfassen.

Dadurch werden berufliche Zusammenhänge transparenter, bewusster und somit veränderbar.

 Integrative Supervision geschieht auf drei Ebenen:

  • individuelle Ebene: Thema ist die Person in ihrer beruflichen Rolle / Ausgangspunkt ganzheitlicher Entwicklung sind die Stärken einer Person, d. h., Integrative Supervision arbeitet ressourcen- und nicht defizitorientiert
  • interaktionale Ebene: Erkennen von eingefahrenen Kommunikationsmustern / Einüben von neuen Kommunikationsstrategien bei Problemen mit Klient/innen, Kolleg/innen und Vorgesetzten
  • systemische Ebene: Die Institutionen, in denen wir arbeiten,sind immer sehr komplexe Systeme, die den Hintergrund unserer Arbeit darstellen und unser professionelles Handeln beeinflussen.

 

Peter Maurer ist bei der Europäischen Akademie für psychosoziale Gesundheit - Fritz Persl Institut (EAG - FPI) ausgebilderter Integrative Supervisior und Coach und anerkanntes Mitglied der Österreichischen Vereinigung für Supervision (ÖVS). Seit über 20 Jahren ist er im Bereich Schule, Kindergarten, Jugendarbeit, Frühförderung, Sozialpädagogik, Psychiatrie, (Haus)-Kranken- und Altenpflege, Pastoral, Hospizarbeit und (Krankenhaus)-Seelsorge sowie Sozial- und Behindertenarbeit supervisorisch tätig.